Versicherungen in Social Media – Einfach einen Kennzahlenvergleich mit dem Tool quintly erstellen

Heute möchte ich gerne mal über das Thema Messbarkeit und Erfolg in Social Media bloggen. Hierzu habe ich eine Betrachtung verschiedener Versicherungsunternehmen vorgenommen und ihre KPIs anhand eines Tools namens quintly auswerten und gegenüber stellen lassen.

Bei Wikipedia findet sich folgende Definition: „Der Begriff Erfolg bezeichnet das Erreichen selbst gesetzter Ziele. Das gilt sowohl für einzelne Menschen als auch für Organisationen. Bei Zielen kann es sich um eher sachliche Ziele wie zum Beispiel Einkommen oder um emotionale Ziele wie zum Beispiel Anerkennung handeln. Zur Umsetzung von Zielen in Ergebnisse bedarf es der Umsetzungskompetenz.“

Die Definition lässt sich, wie ich finde, sehr gut auch auf die eigenen Social-Media-Aktivitäten übertragen. Denn nur wer selber Ziele festgelegt hat, kann sich hinterher auch hieran messen. Es nützt nichts als Versicherung einfach „mitzumachen“ oder „dabei zu sein“, weil alle in Social Media unterwegs sind.  Mit einer gut durchdachten Strategie, der Bestimmung von Zielgruppen und Themen sollte jede Versicherung dazu in der Lage sein eigene Ziele und KPI-Werte (bedeutet Key Performance Indicator, also Kennzahlen) zu bestimmen. Doch wie findet man nun heraus, welche Ziele realistisch sind? Eine Versicherung ist von Hause aus nicht cool, sexy oder trendy. Das heißt, ein Vergleich mit Coca-Cola, Apple oder Mercedes macht nicht wirklich Sinn. Am Besten ist es also, man vergleicht sich mit seinesgleichen, sprich mit anderen Versicherungen. Doch wie kriegt man innerhalb kürzester Zeit die KPIs der anderen Unternehmen heraus ohne in mühevoller Handarbeit alles in eine Excel-Tabelle einzutragen? Hier kommt das Tool quintly ins Spiel. Quintly ermöglicht es, sich mit anderen zu vergleichen und berechnet automatisch alle relevanten Kennzahlen und das über diverse Plattformen wie facebook, twitter, google+, youtube etc.,  da die Daten ja alle öffentlich sind. Das Video gibt einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten des Tools:

Aber nun zur Praxis. Das Tool kann kostenlos getestet werden, danach gibt es je nach Funktionsumfang unterschiedliche Preismodelle. Es gibt auch eine Free-Version, aber die nützt einem nicht wirklich was. Für den Test habe ich die Variante L genommen.

Übersicht der Preismodelle von quintly

Nach der Registrierung (es sind keine Kreditkartenangaben notwendig) können verschiedene Profile (ich nehme jetzt mal nur andere Versicherungen) hinzugefügt werden. Das Ganze geht wirklich sehr einfach und für diverse Plattformen.

Danach klicke ich auf „Keymetrics table“ und „keymetrics radar“ erstellen und erhalte für alle Versicherungen, die ich ausgewählt habe, ihre ermittelten KPIs. Hier am Beispiel von Facebook (Betrachtung der letzten 30 Tage).

Ausschnitt von Versicherungen auf Facebook mit KPIs

Ein Hinweis noch zur Response Rate von sijox. Diese kann nicht 100 % ermittelt werden, da sijox nicht unter dem Unternehmens-Account auf Anfragen der Facebook-Nutzer antwortet, sondern als Person, was das Tool nicht erkennt.

Neben einer tabellarischen Übersicht gibt es auch noch diverse graphische Darstellungen, hier einmal ein Beispiel zum Fan-Wachstum und zur Interaktionsrate bei den Facebook-Seiten der Versicherer. Was ich sehr interessant finde, ist die Möglichkeit die zugehörigen posts anzeigen zu lassen. Diese lassen sich auch sortieren. Das heißt, ich kann mir anzeigen lassen, welche posts der verschiedenen Versicherungen die meisten shares, likes oder comments erzeugt haben.

Graphische Darstellung von Fanwachstum und Interaktionsraten der Versicherungen

Alle Auswertungen können als Reports erzeugt und verschickt werden.

In meiner Auswertung habe ich mich bewusst dazu entschieden, 2 amerikanische Versicherungsunternehmen aufzunehmen. Was auffällt ist, dass diese beiden Versicherungen zwar die meisten Fans haben, die Interaktionsraten von 0.0913 % bei Flo, the progressive girl oder Farmers insurance mit 0.0091 % deutlich schlechter sind als z.B. die Interaktionsrate der Barmer GEK mit 1.0287 % oder der Barmenia mit 1.0129 %. Was wieder einmal bestätigt, dass bei Marken mit vielen Fans die Interaktionsraten oftmals rückläufig sind (siehe hierzu auch den Blogbeitrag von futurebiz).

Interessant ist auch die Selektion der Beiträge nach likes, shares, comments. Hieraus lässt sich sehr gut ableiten, welche posts für die Fans als relevant erachtet werden. Und oh Wunder, es sind natürlich viele Gewinnspiele – aber nicht nur.

Fotos, Links und Statusupdates agieren vor Videos hinsichtlich der Fanbeteilligung. Auch das ist ja schon des öfteren untersucht worden und es wurde festgestellt, dass der durchschnittliche Facebook-Nutzer sich nicht so gerne mit Videos auf der Plattform beschäftigt.

Beiträge, die die Versicherung als symphatisch und ein Lächeln auf dem Gesicht des Lesers erzeugen, haben eine hohe Viralität. Beispiel:

Es ist auch möglich die eigene Facebook-Seite zu integrieren und komfortabel zu analysieren.

Ich finde, quintly ist ein spannendes Tool mit vielen Möglichkeiten. Social-Media-Profile werden vergleichbar und es ist einfach in der Handhabung. Für die eigene Social-Media-Strategie lassen sich Best-Practice Beispiele leicht identifizieren und neue Ideen ableiten.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, freue ich mich über Kommentere und Shares. 🙂

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