Social Media Tipps für Versicherungsvermittler und Makler

In meinem heutigen Blogartikel geht es um nützliche Hinweise und Tools für Vertreter und Makler, die ihren Social-Media Auftritt optimieren möchten. Angefangen von Monitoringtools, um die eigene Reputation im Auge zu behalten, über Tools, die Ihre Arbeit erleichtern beim veröffentlichen von Beiträgen, bis hin zu verschiedenen Apps, um den eigenen Social-Media Auftritt interessanter zu gestalten. Walerlogue, flipagram und flipboard sind z.B. solche Apps. Los geht´s!

Wissen Sie, was über Sie gesprochen wird!

Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, was über Sie gesprochen wird. Nutzen Sie dazu google alerts oder talkwalker alerts. Das Einrichten dauert wirklich nur eine Minute und wenn Ihr Name im Web in einem öfffentlichen Bereich genannt wird, dann bekommen Sie eine e-mail. Beide Dienste sind kostenlos.

Hier ein Beispiel von talkwalker alerts:

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Tipp: Sie können die Alerts auch nutzen, um an interessante Umgebungsinfos zu gelangen, bspw. lassen Sie sich über geplante Neubauten in Ihrem Ort informieren, um ggf. Neukunden zu akquirieren. Sie können sich auch über neue Firmen, Veranstaltungen, bestimmte Themen (Gesundheit, Vorsorge etc.) informieren und die Informationen für interessante Beiträge auf Ihren Social-Media Plattformen oder zur gezielten Neukundenaquise verwenden.

Arbeiten Sie strategisch!

Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken, wen Sie mit ihrem Auftritt erreichen möchten und auf welchen Plattformen sich die Zielgruppe bewegt. Lesen Sie hierzu auch meinen Blogartikel Social Media für Versicherungen – ein paar strategische Überlegungen.

Planen Sie Ihre Inhalte!

Kommunizieren Sie regelmäßig mit Ihrer Zielgruppe. Es hilft Ihnen wenn Sie einen Redaktionsplan benutzen, das ist z.B. eine Excel-Tabelle auf der Sie Themen eintragen können. Einige gute Vorlagen sowie weitere Infos finden Sie z.B. hier: Redaktionsplan.

Nutzen Sie Tools, um sich die Arbeit zu erleichtern!

Es gibt verschiedene Tools, die Ihnen beim publizieren die Arbeit erleichtern können. Zunächst empfiehlt es sich, dass Sie Ihre Beiträge für die verschiedenen Social-Media Plattformen zeitlich planen. Hierfür können Sie die kostenlosen Tools

nutzen, die für Twitter, Facebook, Likedin und diverse andere Plattformen einsetzbar sind. Für bestimmte Plattformen wie Twitter gibt es noch spezialiserte Tools, die eine bessere Übersicht bieten als die eigentliche Anwendung.

Es gibt viele Tools und täglich kommen neue hinzu. Mit den obigen Tools habe ich gute Erfahrungen gemacht und kann Sie weiter empfehlen.

Finden Sie die beste Zeit zum Veröffentlichen von Beiträgen!

Experimentieren Sie auch hinsichtlich der Veröffentlichungszeiten. Es kann sein, dass Ihre Beiträge vormittags mehr gesehen und geteilt werden als z.B. abends. Sie sollten auch am Wochenende Beiträge veröffentlichen. Sehen Sie sich hierzu auch meinen Blogbeitrag „Die beste Zeit zum Twittern oder Posten“an. Dort erkläre ich, wie Sie dies mit dem Tool SocialBro selber ermitteln können.

Tracken Sie Links!

Wenn Sie einen Originallink 1:1 kopieren und benutzen, dann können Sie auf den meisten Plattformen leider nicht sehen, wie viele Personen diesen angeklickt haben . Es gibt spezielle Anwendungen, die Sie nutzen können, die Ihnen aufzeigen können, wie oft der von Ihnen empfohlene Link angeklickt, bzw. geteilt, favorisiert etc. wurde. Dafür kopieren Sie den Originallink und dieser wird in einen kürzeren einzigartigen Link umgewandelt.

Beispiel:

Original: www.google.de

Verkürzt mit Trackingfunktion (buffer): http://buff.ly/1i0luq6

Da nur wenige Personen aktiv Inhalte teilen, ist es für Sie von großem Interesse, welche Ihrer Links häufiger geklickt werden als andere. Dadurch können Sie Themen entsprechend anpassen. Wenn Sie hootsuite oder buffer nutzen, dann ist der Linkverkürzer integriert. Alternativ gibt es noch diverse andere Linkkürzer. Sehr empfehlenswert ist z.B auch bit.ly.

Klickanalyse mit Buffer von einem Tweet:

buffer klickanalyse

 

 

 

 

Ähnlich wie google alerts und talkwalker alerts funktioniert tweetalarm. Hier können Sie Keywords eingeben und bekommen eine Benachrichtigung, wenn Ihr Keyword in einem Tweet auftaucht. Das ist z.B. besonders sinnvoll, wenn User nach einer Versicherung fragen.

Twittersuche mit Tweetalarm –
kommt eines dieser Schlüsselwörter in einem Tweet vor, so erfolgt eine e-mail Benachrichtigung

tweetalert

 

 

 

 

Allerdings sollten Sie sich vorher rechtlich informieren, in wie weit Sie Kontakt in welcher Form aufnehmen dürfen. Denn ungefragt Angebote zuschicken ist nicht erlaubt und nicht gern gesehen. Zeigen Sie sich als kompetenten Ansprechpartner und Fachmann.

Eine weitere sehr gute Möglichkeit potenzielle Kunden zu identifizieren ist mit Hilfe der erweiterten Twittersuche. Anhand der Suche können Sie z.B. lokal suchen, was besonders für regional tätige Versicherungsvermittler und Makler interessant sein dürfte. Eine sehr gute Beschreibung und eine genaue Vorgehensweise gibt es von Alexander Kasten hier: Twittersuche.

Lokale Twittersuche nach den Worten „Suche Versicherung“ in „Hannover“.

Benutzen Sie gute Bilder!

Es fällt mir immer wieder auf, wie schlecht manche Fotos sind. Schlechte Bilder möchte niemand sehen. Es ist nicht unbedingt erforderlich für jedes Bild einen professionellen, teuren Fotografen zu engagieren aber rote Augen, verschwommene, überbelichtete Bilder gehören einfach nicht ins Netz, wenn es um die eigene Darstellung geht. Das eigene Portraitbild darf auch mal ein paar Euros kosten. Schließlich wollen Sie sich ja gut präsentieren. Wie Sie für ihre Beiträge mit einfachen Mittel gute Fotos erstellen, können Sie in dem Artikel „Gute Fotos leicht gemacht“ von Verena Ottmann lesen. Alternativ können Sie natürlich auch jemanden aus dem Bekanntenkreis bitten, der Fotografie als Hobby hat.

Keine Werbebotschaften!

Wenn Sie kommunizieren, dann kommunizieren Sie richtig. Abfotografierte Werbeplakate, plumpe Werbebotschaften etc. gehören nicht auf die Seite von Vermittlern / Maklern. Personen die sich für Ihre Marke oder Dienstleistungen interessieren möchten „SIE“ kennenlernen. Zeigen Sie, wofür Sie stehen und wofür Sie sich engagieren. Unterstützen Sie Kindergärten mit Warnwesten oder sind Sie Sponsoringpartner einer Sportveranstaltung? Wo kann man Sie persönlich kennen lernen? Sind Sie demnächst auf einer Messe oder Veranstaltung? Dann erzählen Sie das doch. Erstellen Sie auch Veranstaltungen in Facebook oder Xing. Schreiben Sie einen Tweet! Gibt es wichtige gesetzliche Änderungen, die relevant sind im Versicherungsbereich oder Themen über die Ihre Kunden informiert sein sollten, dann sagen Sie es. Fehlt es Ihnen an Ideen? Dann schauen Sie doch mal auf die Twitter- und Facebook-Profile Ihrer Konkurrenz um sich Ideen zu holen. Allerdings sollten Sie gute Ideen nicht einfach klauen, sondern lediglich dazu benutzen eigene Ideen abzuleiten. Interessant sind auch immer wieder andere Branchen. Konzentrieren Sie sich nicht nur auf die Versicherungsbranche sondern schauen Sie auch nach, wie Maler, Dachdecker, Friseure etc. kommunizieren. Denn alle haben das gleiche Ziel -> Kundenbindung und Neukundenakquise.

Seien Sie innovativ!

Flipboard – als digitales Kundenmagazin?

Da es heutzutage nichts besonderes mehr ist, in den sozialen Medien unterwegs zu sein, können Sie auch gerne mal was neues ausprobieren. Wie wäre es denn, anstatt einem langweiligen pdf ein kleines digitales Magazin zu erstellen? Das geht z.B. mit Flipboard. Sie können mit Flipboard z.B. ein Magazin mit interessanten Beiträgen zum Thema Vorsorge zusammen stellen und dieses über ihre Social-Media Plattformen teilen.

flipboard

2014-04-14 21.25.49

Einführung in die Fotografie – itunes Appsammlung

Im Moment gibt es gerade im App Store die Themensammlung „Einführung in die Fotografie“ mit vielen kostenlosen oder stark vergünstigten App-Angeboten. Dort finden sich tolle kleine Apps, um mit dem Iphone Bilder aufzunehmen , zu bearbeiten oder zu teilen. Die verschiedenen Apps führen durch den gesamten Prozess – von der Aufnahme eines interessanten Motivs, über die Fotobearbeitung mit Filtern und raffinierten Werkzeugen bis hin zu den Möglichkeiten, Fotos schnell und einfach zu teilen.

Zeigen Sie Ihr Geschäft z.B. als Aquarell anstatt als normales Bild. Das geht ganz einfach mit der App Waterlogue.

Schießen Sie mit Ihrem Smartphone ein Foto und innerhalb weniger Sekunden wandelt Waterlogue das Bild in ein tolles Aquarell um. Natürlich sehen auch Personen und Gegenstände toll aus. 🙂 das können Sie z.B. nutzen um Ihre Facebook-Chronik aufzuhübschen.

Heißer Tipp: Die App ist gerade um 66 Prozent rabattiert im itunes store.

Normale Fotos mit der App Waterlogue in tolle Aquarelle umwandeln

waterloguewaterlogue 2Anstatt einzelne Bilder einzustellen, können Sie mit der App flipagram Ihre Fotos als schöne slideshow mit Musik zeigen. Fotos von Veranstaltungen, Messen oder Mitarbeitervorstellungen können dadurch interessanter werden. Ein kleines flipagram (in meinem Beispiel geht es um food) habe ich beigefügt. Da ich kein deutschsprachiges Tutorial gefunden habe, welche die App kurz erklärt, habe ich einfach selber ein kleines Video für Sie erstellt.

Verbessern Sie sich stetig!

Beobachten Sie sich und Ihre Konkurrenten. Legen Sie ein dashboard bei quintly oder fanpagekarma an und werten Sie aus, was und wann Ihre Konkurrenz auf den verschiedenen Social-Media Plattformen schreibt. Sehen Sie sich auch Top-Marken oder andere Dienstleister an und was diese schreiben. Welche Inhalte werden am meisten geteilt? Welche Formate (Video, Text, Bild etc.) funktionieren am besten. An welchen Tagen und zu welchen Stunden lassen sich die eigenen Inhalte am besten verbreiten? Das alles können Sie z.B. mit quintly oder fanpagekarma auswerten. Überprüfen Sie mit den Tools Ihre eigene Aktivitäten und optimieren Sie diese.

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5 Comments

  1. Sehr Netter Artikel,

    besonders gut finde ich den Tipp mit dem einfachen umgestallten der Bilder. Das macht schon ne Menge her und man hebt sich von 90% der „ähnlichen“ Websiten deutlich ab.

    Links tracken ist auch sehr wichtig, ich achte am liebsten darauf das meine Trackinglinks nicht wie Trackedlinks aussehen. Also anstatt .de/thema-123 lieber Kontentbezogene Keywords als Trackingankor einbauen sprich: .de/thema-themenrelevantes Keyword. Und das themenrelevante Keyword dann in verschiedenen Variationen bzw. mehrere Keywords.

    Sehr schön aufgearbeitet das ganze Thema!

    Mit freundlichem Gruß

    Klaus

  2. Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Social Media ist in der heutigen Zeit besonders wichtig für Versicherungsvermittler, die mithalten wollen. Die Konkurrenz ist sehr groß und die meisten Vergleichsportale für Versicherungen haben bereits gut organisierte Social Media Präsenzen.

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